Über den Umgang mit großen und kleinen Monstern

Du hast lang nichts mehr von mir gehört, ich weiß. Das tut mir wirklich Leid. Lass mich dir etwas erzählen. Von mir. Ganz persönlich. Gib mir 4 Minuten. In diesem Beitrag lernst du keine neue Strategie, keine Anleitung zum Erfolg, keine motivierende Gewinnergeschichte. Dieser Artikel ist nicht SEO optimiert und soll dich auch nicht dazu verführen, dich in meinen Newsletter einzutragen. Nur ein ganz nackter und ehrlicher Gefühlsausbruch meiner Selbst.

Bei mir ist eine Menge passiert in der letzten Zeit. Ein Wechselbad der Gefühle das nicht aufzuhören scheint. Vom bitteren schmerzlichen Gefühl der Ablehnung bis hin zur absoluten Dankbarkeit. Von schlimmsten Versagens- und Existenzängsten bis hin zu totaler Gelassenheit und Vorfreude auf alles Ungewisse. Zwischenzeitlich habe ich durchaus an meiner psychischen Gesundheit gezweifelt. Ganz ehrlich, ich bin einfach platt. Wie nach einer Achterbahnfahrt. Aber hey, bloß nicht aus der Fassung bringen lassen. Jetzt auf gar keinen Fall Schwäche zeigen. Kinn hoch und lächeln, Augen zu und durch! Das bin ich. Die Starke, die Unbezwingbare, zäh wie Kaugummi, standhaft wie Unkraut. Das war ich. Bis heute. Ich saß hochmotiviert an meinem kolossalen Schreibtisch und machte ganz souverän meine Umsatzsteuervoranmeldung. Auf einmal kam es über mich und ich brach in Tränen aus. Da hatte es mich eingeholt. Das Monster aus verdrängten Gefühlen, hinuntergeschlucktem Ärger, gekränktem Ego und beißenden Selbstzweifeln. Einen kurzen Moment dachte ich daran, einfach die Augen zu schließen und es zu ignorieren. Voller Fokus auf die Umsatzsteuer. Das Monster wurde größer und aufdringlicher. Wieder überkam es mich und löste in mir eine Tränenflut aus. “So geht es nicht weiter” dachte ich mir. Ich ging in die Küche, um mir eine große Tasse Kaffee zu machen. Als ich wieder an meinen Schreibtisch gehen wollte, hätte ich fast meine Tasse fallen gelassen. Da saß es. An meinem Platz, auf meinem Stuhl. Es war gekommen um zu bleiben. “Was willst du überhaupt?” fragte ich mit zitternder Stimme “Lass mich in Ruhe, ich kann dich nicht gebrauchen!”. Das Monster sah mich an. Ich erwiderte den Blick. Stille.

“Hör doch auf mich zu ignorieren und akzeptiere mich so wie ich bin” antwortete das Monster mit ruhiger Stimme. “Hinter jeder Angst steckt ein Bedürfnis, das erfüllt werden will. Lerne mich kennen und verstehe warum ich da bin”

Es wischte mir eine Kullerträne von der Wange, streckte mir die Hand entgegen und sagte: “Angenehm, Monster mein Name”. Ich entgegnete: “Willkommen, setzen Sie sich bitte, Kaffee gefällig?”

Erzähl mir von deinem Monster! Wie seid ihr euch begegnet und wie war diese Begegnung für dich?

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